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Einheits-Güterzugtenderlokomotive 86 348

Mit der Baureihe 86 enstanden leistungsfähige Lokomotiven, die wie die Baureihe 64 dem ersten von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft entworfenen Typisierungsplan zugehören. So war beispielsweise der Kessel mit dem der Baureihe 87 identisch, andere Bauteile waren mit denen der Baureihe 64 austauschbar.

Konstruiert wurde die BR 86 für die Beförderung schwerer Güterzüge auf Strecken mit geringer Steigung und von Personen- und gemischten Zügen auf Strecken mit größeren und anhaltenden Steigungen. Die ersten Maschinen wurden denn auch auf den steigungsreichen Strecken in Schwaben und an der Mosel eingesetzt, die Lokomotiven mit den Ordnungsnummern 86 001 bis 86 016 erhielten gar eine Riggenbach-Gegendruckbremse.

Von den insgesamt 774 gebauten erhielten 86 001 - 292, 297 - 335 und die 86 1000 Bisselachsen anstelle der sonst verbauten Krauss-Helmholtz-Lenkgestelle. Zudem wurde bei einigen Lokomotiven gegenüber der "Serie" die Laufachse gebremst, diese Maschinen durften mit 80 km/h fahren (sonst 70 km/h).

Unsere 86 348 wurde 1939 von der Lokomotivfabrik Floridsdorf AG gebaut. Nach ihrer Ausmusterung im Dezember 1971 wurde sie äußerlich hergerichtet und diente neben der heute ebenfalls unserer Sammlung zugehörigen 64 094 von 1973 bis Mai 1999 als Denkmal im Einkaufszentrum "Breuningerland" in Ludwigsburg.

Da sich diese Lok nicht nur optisch gut in den 1950er - Wagenzug einfügt, sondern sich dank ihrer Krauss-Helmholtz-Drehgestelle, ihrer Leistungsfähigkeit und nicht zuletzt der mitgeführten Kohlen- und Wasservorräte auch für Ausfahrten auf DB-Strecken eignet, hat die GES Anfang 2007 ihre Aufarbeitung begonnen. Derzeit ist die Maschine weitgehend zerlegt und wird nun Stück um Stück instand gesetzt. Wegen des erheblichen Umfangs der notwendigen Reparaturen ist mit mehrjährigen Arbeiten zu rechnen, bis Lok 86 348 wieder in Betrieb geht.